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Polizei-Computer vergisst Kriminelle
02.05.2006
Auch in Großbritannien ist es üblich, dass verurteilte Schwerkriminelle mit ausländischen Pass nach Strafende in ihre Heimat abgeschoben werden. Eigentlich – denn den Briten sind eine ganze Reihe Kriminelle abhanden gekommen.
Wie die «BBC» am heutigen Freitag berichtet, wurden seit 1999 gut 1000 Menschen aus britischen Gefängnissen entlassen, ohne dass Vorkehrungen für ihre Ausweisung getroffen wurden. Verantwortlich dafür ist offenbar eine gestörte Kommunikation zwischen den einzelnen Behörden.
Doch es wird noch schlimmer: Viele der entlassenen Straftäter sind heute unauffindbar und nicht mehr eindeutig zu identifizieren – und zwar deshalb, weil von ihnen kaum Daten in den Computern existieren. Teilweise sei nur der Nachname gespeichert worden – viel zu wenig, um eine Identität eindeutig zu klären.
Unter anderem seien 22 der 80 gefährlichsten ausländischen Straftäter dadurch zumindest nicht mehr aus dem Stand identifizierbar, so die «BBC», unter anderem ein Mörder und ein Vergewaltiger. Die Polizei versucht nun, in den Computern der regionalen Polizeibehörden weitere Personendaten zu finden, außerdem hofft man, den Aufenthalt einiger Straftäter über deren Bewährungsunterlagen klären zu können. Unter Druck ist durch die Affäre das britische Innenministerium geraten. Am Freitag noch soll dem Unterhaus eine Erklärung dazu vorgelegt werden.
Quelle: netzzeitung.de
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