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Patent gegen Internet-Telefonie
18.08.2006
Chiphersteller Infineon hat ein Patent für eine Technik angemeldet, mit der Internet-Anbieter das Telefonieren übers Internet stören können. Das berichtete die «Financial Times Deutschland» am Donnerstag.
Die Technik könnten Anbieter verwenden, die Telefon- und Internet-Anschlüsse parallel anbieten. Denn wenn DSL-Flatrate-Kunden über das Internet telefonieren, verlieren die Anbieter Telefon-Einnahmen. Mit der patentierten Infineon-Technik ließen sich Internet-Leitungen realisieren, mit denen man alles machen kann, außer zu telefonieren.
Die Entwicklung war bekannt geworden, weil das Patentamt eine Beschreibung des Patents veröffentlicht hatte. Infineon wollte sich auf Nachfrage der «Financial Times Deutschland» nicht dazu äußern, ob und wie das Patent genutzt werden soll.
Die Störtechnik von Infineon verwendet Datenmüll, der wie ein Telefongespräch aufgebaut ist und deshalb an den Netzwerkknoten zu Kapazitätsproblemen führen soll. Durch den Datenmüll kommen echt Gespräche nicht mehr so schnell durch, die Gespräche stocken oder reißen ab.
Auf der anderen Seite des Netzwerkknotens löscht ein spezieller Filter die Stördaten wieder, so dass der Störangriff nicht mehr nachweisbar ist. Dadurch könnten Netzwerkbetreiber verheimlichen, dass sie das Gerät einsetzen.
Die Netzbetreiber dürften vor dem Einsatz einer solchen Technik allerdings zurückschrecken. Denn wenn erboste Kunden einen Anschluss kündigen, gibt es überhaupt keine Einnahmen mehr.
Quelle: netzzeitung.de
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